10.5. – am Teich

Nach viel Müdigkeit, kaltem Wind, Geschäftsreise sowie einer Woche Urlaub in Berlin zur Republica kam ich diese Woche erstmals wieder zu meiner Morgenrunde und freute mich über die vielen Kiebitze, die nun mitten im Brutgeschäft stecken, ebenso Feldlerchen, Flussregenpfeifer, und sogar ein Grünschenkel stakste hektisch durchs Ufer des Bewässerungsteichs am Rand der Felder.

Heute früh war ich schon um sechs wach, die Sonne schien, und ich entschied mich, am Teich auch mal ein paar Fotos zu machen. Um die Tiere nicht zu stören nahm ich das Auto, hielt auf dem Feldweg neben dem Teich an und blieb die ganze Zeit im Wagen, wo sie mich tatsächlich komplett ignorierten und teilweise auf drei bis vier Meter herankamen. Im Nu waren eineinviertel Stunden verflogen und meine Speicherkarte voll mit Kiebitzen, Flussregenpfeifern und vor allem auch einem Kiebitzjungen, über das ich mich besonders gefreut habe. Es war sogar schon beringt. Zusammen mit den abgesteckten Nestern auf den Feldern beweist das, dass sich die lokalen Vogelschützer von NABU oder LBV hier gut kümmern. Sehr schön.

Kiebitze

Gefiederpflege

Blässhuhn

Flussregenpfeifer

Kiebitzjunges

Sperlingsvögel

15.04. – Schwarzachklamm

Bislang sind wir meist in der Fränkischen Schweiz gewandert, doch auch im Nürnberger Land gibt es schöne Ecken. Mit dem Muskelkater vom Gartenwerkeln in den Beinen haben wir es ruhig angehen lassen und sind eine überschaubare Runde nahe Feucht / Schwarzenbruck gelaufen, zunächst entlang des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals und zurück durchs malerische, tief in den Sandstein gewaschene Schwarzachtal, gekrönt von einem Radler in einem – frühlingssonntagsnachmittags reichlich überlaufenen – Biergarten.

Zurück zuhause wurde gespargelt, natürlich auf der Terrasse. Top Wochenende, gerne wieder.

14.04. – Geschwisterkochen, Vögel, Garten

Ein Nachtrag zum vergangenen Wochenende – wir haben in guter Tradition wieder Geschwisterkochen veranstaltet, wobei inzwischen nicht mehr nur meine Geschwister samt Anhang dazugehören, sondern auch meine Eltern sowie die mittlerweile komplett erwachsene Riege der Kinder, Nichten und Neffen, oder zumindest ein paar von ihnen. Meine Söhne hatten wieder tags zuvor abgesagt, was mir nach wie vor weh tut, ich aber inzwischen genau so schnell zur Seite schiebe, weil: bringt ja nichts. Es war trotzdem schön, so viele hier zu haben inklusive vier Übernachtungsgästen, es war ein wunderbarer Frühlingssamstag, und diesmal kümmerten sich die anderen um die Menüfolge; die Möwe und ich machten mit, wie es unsere Erkältungen erlaubten. Es war wieder sehr lecker.

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Heute früh um kurz vor sechs von alleine aufgewacht. Der wolkenlose Himmel versprach einen schönen Sonnenaufgang, und so packte ich meine Sachen und fuhr an einen der vielen Vogelweiher in der Gegend, einem mir bislang noch unbekannten. Zwei Stunden die Zeit vergessen, immer mal wieder an einem anderen Platz das Spektiv hingestellt, über dreißig Arten gezählt, davon zum ersten Mal Zwergtaucher und Kleinspecht. Außerdem zwei wunderschöne und recht seltene Schwarzhalstaucher gesehen, und seit Island zum ersten mal wieder Bekassinen – leider wie immer nur im Flug. Schließlich grüßte noch ein Otter (kannte ich bislang auch nur aus dem Zoo), und auf dem Feld neben dem geparkten Auto chillten Rehe in der Morgensonne. Nur wenige Fotos gemacht, aber nicht minder glücklich.

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Nach Frühstück und gemeinsamem Tagesplan mit der Möwe ins Gartencenter gefahren und den Rest des Tages zusammen im Garten gewirkt. Es wurde Zeit. Eine ganze Reihe von Sträuchern stark beschnitten, Säulenzwetschge und Haselnuss gesetzt, Kräuterspirale und Blumenkübel frisch bepflanzt. Die Terrassenmöbel ausgemottet und zum ersten Mal in diesem Jahr draußen zu Abend gegessen und dabei zufrieden auf unser Tagwerk geschaut. Ist ja in unseren Berufen eher nicht so, dass man Abends sieht, was man getan hat.

Nach den kranken Wochen gefühlt der erste Tag, an dem der Winter definitiv vorbei war.

11.04. – Ein Abend am Weiher

Anderswo soll es Menschen geben, die sich zum After Work Birding treffen. Ich kann das auch ganz für mich allein. Den ganzen Tag schon hatte ich mich darauf gefreut, nach der Arbeit zum großen Weiher zu fahren und mit der Kamera um den Hals einmal rundherum zu laufen. Und dann schien auch noch die Abendsonne. Herrlich. Und wieder zwei Vogelarten zum allerersten Mal bewusst wahrgenommen: Mönchsgrasmücke und Klappergrasmücke.