Archiv der Kategorie: Tiere

10.6. – Echinger Stausee

Die Möwe hat heute Geburtstag, und um das Wochenende nicht nur zuhause zu vertrödeln, sind wir gestern recht kurzfristig nach Landshut gefahren, im Rahmen unseres ungeschriebenen Plans, irgendwann einmal in allen wichtigen bayerischen Städten gewesen zu sein. Ein wenig durch die schöne Altstadt spaziert, hervorragend in einem kleinen, griechischen Restaurant gegessen und – eher nicht so erholsam, weil in einer viel zu heißen Dachkammer eines kleinen Hotels – übernachtet. Dafür konnten wir heute früh direkt am Isarufer draußen frühstücken. Die Luft war schon wieder drückend warm, deswegen ließen wir weitere Besichtigungen sein und fuhren stattdessen zum nahe gelegenen Echinger Stausee, einem der artenreichsten Vogelschutzgebiete Bayerns, um dort ein paar Stunden mit Spektiv und Kamera die Wasservögel zu beobachten, Kirschen vom Wegrand zu pflücken und den angenehm kühlenden Luftzug zu genießen.

Watvögel waren leider keine besonderen zu sehen, dafür aber jede Menge Schwäne, verschiedene Enten, Haubentaucher, Blässhühner, Gänse, Kiebitze, Kormorane, Reiher und nicht zuletzt Flussseeschwalben, die ich noch nie bewusst gesehen hatte – außer vielleicht kurz in Schottland vergangenes Jahr, aber das hätten auch die recht ähnlichen Küstenseeschwalben sein können. Für sie wurden im See kleine Nistinseln angelegt, und dort saßen sie mit ihren fluffigen, schon fast ausgewachsenen Jungvögeln, flogen zwischendurch auf Fischfang, wobei sie einige Meter über dem Wasser rütteln und schließlich ins Wasser hinunterstoßen, und bei all dem erfüllten sie die Luft mit einem Sound, der mich sofort nach Island zurückbeamt. Wunderschöne, elegante Vögel.

31.05. – am Weiher

Um halb drei aufgewacht und nicht mehr einschlafen können. Daher mal wieder zum Dechsendorfer Weiher gefahren und nachgesehen, was der Nachwuchs der Blässhühner und Haubentaucher so macht.

 

Was fand ich Blässhühner früher doof. Je öfter und genauer ich sie betrachte, um so toller werden sie.

 

 

10.5. – am Teich

Nach viel Müdigkeit, kaltem Wind, Geschäftsreise sowie einer Woche Urlaub in Berlin zur Republica kam ich diese Woche erstmals wieder zu meiner Morgenrunde und freute mich über die vielen Kiebitze, die nun mitten im Brutgeschäft stecken, ebenso Feldlerchen, Flussregenpfeifer, und sogar ein Grünschenkel stakste hektisch durchs Ufer des Bewässerungsteichs am Rand der Felder.

Heute früh war ich schon um sechs wach, die Sonne schien, und ich entschied mich, am Teich auch mal ein paar Fotos zu machen. Um die Tiere nicht zu stören nahm ich das Auto, hielt auf dem Feldweg neben dem Teich an und blieb die ganze Zeit im Wagen, wo sie mich tatsächlich komplett ignorierten und teilweise auf drei bis vier Meter herankamen. Im Nu waren eineinviertel Stunden verflogen und meine Speicherkarte voll mit Kiebitzen, Flussregenpfeifern und vor allem auch einem Kiebitzjungen, über das ich mich besonders gefreut habe. Es war sogar schon beringt. Zusammen mit den abgesteckten Nestern auf den Feldern beweist das, dass sich die lokalen Vogelschützer von NABU oder LBV hier gut kümmern. Sehr schön.

Kiebitze

Gefiederpflege

Blässhuhn

Flussregenpfeifer

Kiebitzjunges

Sperlingsvögel

14.04. – Geschwisterkochen, Vögel, Garten

Ein Nachtrag zum vergangenen Wochenende – wir haben in guter Tradition wieder Geschwisterkochen veranstaltet, wobei inzwischen nicht mehr nur meine Geschwister samt Anhang dazugehören, sondern auch meine Eltern sowie die mittlerweile komplett erwachsene Riege der Kinder, Nichten und Neffen, oder zumindest ein paar von ihnen. Meine Söhne hatten wieder tags zuvor abgesagt, was mir nach wie vor weh tut, ich aber inzwischen genau so schnell zur Seite schiebe, weil: bringt ja nichts. Es war trotzdem schön, so viele hier zu haben inklusive vier Übernachtungsgästen, es war ein wunderbarer Frühlingssamstag, und diesmal kümmerten sich die anderen um die Menüfolge; die Möwe und ich machten mit, wie es unsere Erkältungen erlaubten. Es war wieder sehr lecker.

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Heute früh um kurz vor sechs von alleine aufgewacht. Der wolkenlose Himmel versprach einen schönen Sonnenaufgang, und so packte ich meine Sachen und fuhr an einen der vielen Vogelweiher in der Gegend, einem mir bislang noch unbekannten. Zwei Stunden die Zeit vergessen, immer mal wieder an einem anderen Platz das Spektiv hingestellt, über dreißig Arten gezählt, davon zum ersten Mal Zwergtaucher und Kleinspecht. Außerdem zwei wunderschöne und recht seltene Schwarzhalstaucher gesehen, und seit Island zum ersten mal wieder Bekassinen – leider wie immer nur im Flug. Schließlich grüßte noch ein Otter (kannte ich bislang auch nur aus dem Zoo), und auf dem Feld neben dem geparkten Auto chillten Rehe in der Morgensonne. Nur wenige Fotos gemacht, aber nicht minder glücklich.

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Nach Frühstück und gemeinsamem Tagesplan mit der Möwe ins Gartencenter gefahren und den Rest des Tages zusammen im Garten gewirkt. Es wurde Zeit. Eine ganze Reihe von Sträuchern stark beschnitten, Säulenzwetschge und Haselnuss gesetzt, Kräuterspirale und Blumenkübel frisch bepflanzt. Die Terrassenmöbel ausgemottet und zum ersten Mal in diesem Jahr draußen zu Abend gegessen und dabei zufrieden auf unser Tagwerk geschaut. Ist ja in unseren Berufen eher nicht so, dass man Abends sieht, was man getan hat.

Nach den kranken Wochen gefühlt der erste Tag, an dem der Winter definitiv vorbei war.