Vögel

Was soll ich viel erzählen; die Westmännerinseln sind einfach wunderbar, um Vögeln zu begegnen. Vor allem natürlich Seevögeln wie Papageientauchern und Lummen, aber auch Watvögeln wie dem nervigen Rotschenkel oder den overdressten Goldregenpfeifern. Dass ausgerechnet die Bestände des heimlichen Wappentiers und Lieblingsmotivs Papageientaucher auf Island in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgegangen sind, ist allerdings traurig und offenbar Folge des Klimawandels.

Möwen, Eissturmvögel und andere Seevögel:


Nochmal der Tipp: Man kann die Fotos in den Galerien auch großklicken.

(Noch viel mehr Vögel im Rest des Beitrags.)


Küstenseeschwalbe fängt sich einen Snack

Wie sich die Küstenseeschwalbe ihren Snack holt

Lumme, Tordalk, Teiste:

Die Papageientaucher waren auf Heimaey eher schwer zu finden. An der Steilküste sind sie grundsätzlich eher vereinzelt zwischen den anderen Arten zu finden, und auf den Grashängen, die normalerweise voll von ihnen sind, waren aufgrund des generellen Rückgangs auch nur wenige unterwegs. So nah wie im vergangenen Jahr sind wir diesmal nur einem Exemplar gekommen.

Auf Heimaey war die Population früher so riesig, dass man dem Vogel auf Schritt und Tritt begegnet. Ob als Name einer Bar, als Dekorationsgegenstand allerorten, als Form der Hinweisschilder (der Schnabel als Pfeil) oder als geräucherte Papageientaucherbrust im Restaurant (nicht probiert). Sehr niedlich ist diese Tradition: Jedes Jahr im August, an den Tagen wenn sich die flügge gewordenen Pufflings (was für ein süßes Wort!) aus ihren Nestern aufmachen und aufgrund der Straßenbeleuchtung hilflos im Ort herumirren, werden sie von den Kindern des Orts mit Schuhkartons eingesammelt. Die Jungvögel übernachten dann eine Nacht bei den Familien, bevor die Kinder sie am nächsten Tag an den Strand bringen und aussetzen.

Papageientaucher:

Ich glaube, wenn es einen Sound gibt, den ich mit Island verbinde, dann das wunderbare Wummern der Bekassine irgendwo über einem. Aus der Nähe habe ich sie noch nicht gesehen.

Watvögel und Enten:

Ein Gedanke zu „Vögel

  1. catatonique

    Wunderschöne Fotos, danke! (Brillenlummen sind großartig, die kannte ich noch nicht.)

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