Archiv der Kategorie: Städte

Lissabon

Als wir den Trip nach Lissabon buchten, fast fünf Jahre nach unseren Flittertagen dort, war natürlich noch nicht abzusehen, wie glücklich der Termin werden würde angesichts von Sturm und Wintereinbruch in Deutschland. Der Hinflug am Dienstag war dann auch schon ganz schön holprig. Aber dann: 24-27 Grad, drei von vier Tagen wolkenloser Himmel, ganz sanfter Wind und dieses seelenwärmende Licht.

Dieses Mal waren wir oben auf der Burg, im Ozeanium beim Expo-Gelände (Eintrag folgt), haben in der Baixa Schuhe geshoppt, sind nach Cacilhas auf der anderen Seite des Tejo übergesetzt und rauf zum Cristo Rei gelaufen (das ist die Jesusstatue wie in Rio de Janeiro, nur in kleiner), haben leckeren Fisch, Meeresfrüchte und Salate gegessen, sind mit der 28er Tram um den Burgberg gerattert und ansonsten wieder eine Menge durch die Altstadt gelaufen, was angesichts unserer AirBnB-Unterkunft in einer kleinen ruhigen Gasse in Mouraria, nur fünf Fußminuten oberhalb der großen Plätze, kein Problem war.

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Padua

Bis spätabends noch gearbeitet, am nächsten Morgen mit dem Zug über München und Brennerpass nach Padua. Vier Tage im letzten Zipfel des Spätsommers, bei 24 Grad und blauem Himmel durch Padua und Verona gelaufen, Kirchen mit atemberaubend schönen Fresken gesehen, auf appetitanregenden Märkten eingekauft und lecker gekocht, auf Caféterrassen Cappuccino oder Aperol geschlürft, weltbestes Eis gegessen, schließlich am Dienstag spät zurück gewesen, um seit Mittwoch wieder zu arbeiten.

Noch einmal ausgiebig Luft geholt, um die nächsten zwei, sehr stressig werdenden Monate auf der Arbeit bewältigen zu können. Das tat sehr, sehr gut.

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Camping in Neukölln

Wir brauchten eine Unterkunft für eine Nacht in Berlin, und nachdem Hotels und Pensionen in der Stadt nicht unbedingt immer so toll sind, versuchten wir es erst mit einem Apartment über AirBnB. Der Vermieter meldete sich aber nicht innerhalb von 24 Stunden zurück, womit die Anfrage verfiel, doch in der Zwischenzeit hatte die Möwe schon etwas Spannenderes ergoogelt, den Hüttenpalast. Zwei Frauen haben sich da mitten in Neukölln im Gebäude einer ehemaligen Staubsaugerfabrik einen Traum erfüllt und mit restaurierten Wohnwagen sowie kleinen Hütten eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit geschaffen. Liebevoll hergerichtet, umringt von allerlei alten Stühlen, Sesseln und anderem Mobiliar stehen sie jetzt in Hallen und laden ganz wetterunabhängig zum Campen in der Stadt ein.

Neben jedem Wohnwagen und jeder Hütte gibt es gemütliche Sitz- und Rumlümmelgelegenheiten, und für alle Gäste gemeinsam stehen nach Geschlecht getrennte, saubere und moderne WCs und Duschkabinen zur Verfügung. Zur Übernachtung gehört auch ein Kaffee und ein ebenso kleines wie köstliches Croissant am nächsten Morgen – wer mehr frühstücken möchte, kann das im dazugehörigen Café im Vorderhaus oder aber im nicht weniger liebevoll gestalteten kleinen Garten im Hinterhof tun. Das WLAN ist inklusive und schnell, das Viertel rundherum bunt und lebendig, die U-Bahn Hermannplatz nur fünf Minuten entfernt und die Leute von Café und Haus waren sehr freundlich.

Wir fanden die ganze Anlage zauberhaft, inklusive natürlich, in einem alten DDR-Wohnwagen zu schlafen. Als einzige mögliche Nachteile sehe ich Hellhörigkeit (wir hatten zum Glück leise, lange schlafende andere Gäste in der Halle) und die Tatsache, dass man nicht sein eigenes Bad und WC hat. Aber wenn wir das nächste Mal in Berlin übernachten, würden wir wieder hin und gleich mal den nächsten Wohnwagen ausprobieren.

Madrid

Mal wieder beruflich kurz in Madrid gewesen, unterm Strich keine zwei Tage. Aber da die Kollegen vor Ort bis Mitte September noch im Sommerrhythmus von 7 bis 14:30 Uhr arbeiten, hatte ich nach unserem Videodreh den ganzen Nachmittag frei, um bei 28 Grad und Sonne durch die Innenstadt und die kleingassigen Viertel rundherum zu schlendern. Gute Lust bekommen, dort einmal eine ganze Serie nur mit kleinen Läden zu fotografieren.