10.6. – Echinger Stausee

Die Möwe hat heute Geburtstag, und um das Wochenende nicht nur zuhause zu vertrödeln, sind wir gestern recht kurzfristig nach Landshut gefahren, im Rahmen unseres ungeschriebenen Plans, irgendwann einmal in allen wichtigen bayerischen Städten gewesen zu sein. Ein wenig durch die schöne Altstadt spaziert, hervorragend in einem kleinen, griechischen Restaurant gegessen und – eher nicht so erholsam, weil in einer viel zu heißen Dachkammer eines kleinen Hotels – übernachtet. Dafür konnten wir heute früh direkt am Isarufer draußen frühstücken. Die Luft war schon wieder drückend warm, deswegen ließen wir weitere Besichtigungen sein und fuhren stattdessen zum nahe gelegenen Echinger Stausee, einem der artenreichsten Vogelschutzgebiete Bayerns, um dort ein paar Stunden mit Spektiv und Kamera die Wasservögel zu beobachten, Kirschen vom Wegrand zu pflücken und den angenehm kühlenden Luftzug zu genießen.

Watvögel waren leider keine besonderen zu sehen, dafür aber jede Menge Schwäne, verschiedene Enten, Haubentaucher, Blässhühner, Gänse, Kiebitze, Kormorane, Reiher und nicht zuletzt Flussseeschwalben, die ich noch nie bewusst gesehen hatte – außer vielleicht kurz in Schottland vergangenes Jahr, aber das hätten auch die recht ähnlichen Küstenseeschwalben sein können. Für sie wurden im See kleine Nistinseln angelegt, und dort saßen sie mit ihren fluffigen, schon fast ausgewachsenen Jungvögeln, flogen zwischendurch auf Fischfang, wobei sie einige Meter über dem Wasser rütteln und schließlich ins Wasser hinunterstoßen, und bei all dem erfüllten sie die Luft mit einem Sound, der mich sofort nach Island zurückbeamt. Wunderschöne, elegante Vögel.

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